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Sehenswuerdigkeiten :

 

Damaskus, im Volksmund Sham genannt, drängt sich zwischen den Hausberg Jebel Qassyun und die Ghuta, den fruchtbaren Grünstreifen, der sie von der Wüstensteppe trennt. Südlich des Flusses Barada liegt die Altstadt, nordwestlich davon erstrecken sich die Neustadtviertel Abu Rumane, Rauda und el-Malki. Die ganz besondere Mischung macht Damaskus zur schönsten arabischen Kapitale.

Mit lautem Scheppern sausen im Minutentakt die Blechrollläden vor den Geschäften des Suq el-Hamidiye nach oben. Noch herrschen Ruhe und Bedächtigkeit in jenem Teil des Damaszener Suqs, der den westlichen Zugang zur Altstadt bildet. Die Händler befreien ihre Waren mit einem Straußenfederwedel vom feinen Staub. Sie halten den morgendlichen Aufwärmplausch oder gönnen sich noch schnell ein Tässchen starken Kaffees und eine Zigarette. Der Suq ist das Herz der Stadt. Früher war er streng nach Berufssparten aufgeteilt. Die einzelnen Bereiche, meist nach Berufen oder den dort vorwiegend verkauften Waren benannt, lassen noch die frühere Ordnung erkennen: Suq el-Khayyatin, Suq der Schneider; Suq el-Qabqabiye, Suq der Holzpantoffelmacher; Suq el-Harir, der Seiden-Suq.

Der Damaszener Suq verkam, obwohl eine große Sehenswürdigkeit, nicht zur Touristenfalle wie der Große Bazar in Istanbul oder der Suq von Marrakesch. Der Damaszener Suq ist echt, ehrlich und ungeschminkt - ein aufregender Mikrokosmos.

Damaskus, mit einer 10.000 Jahre alten Vergangenheit, hat den Ruf, die aelteste, kontinuierlich besiedelte Stadt zu sein. Trotz des europaeischen Einflusses seit den letzten 200 Jahren bewahrte die Stadt ihr orientalisches Gesicht.
Die grosse Freitagsmoschee, erbaut im Jahre 705 n. Chr. von den Omayyaden (Omayyadenmoschee) , steht auf heiligem Boden: 1000 Jahre vor Chr., waehrend des Koenigreichs Aram, haben dort die alten Syrer ihrem aramaeischen Gott Hadad gehuldigt. Ein Jupitertempel entstand anfangs der Roemerzeit im 1.Jh..n. Chr. Dieser wurde waehrend der Christianisierung im 4.Jh.. in eine Kirche umgewandelt, die nach Johannes dem Taeufer benannt wurde. 70 Jahre lang, vor dem kompletten Umbau des Areals in die heutige Moschee, gingen Christen und Moslems durch das gleiche Portal zu ihren nebeneinander stehenden Gebetshaeusern. Als heilige Reliquie der Moslems wird das Haupt des Johannes nun in der Omayyadenmoschee verehrt. Die Bausubstanz von heute spiegelt in den wieder verwendeten roemischen Saeulen und in gan-zen Mauerstuecken aus dem Jupitertempel immer noch die Vergangenheit wieder. Das Westtor des ehemaligen Tempelareals steht heute - noch an gleicher Stelle wie in der Antike - ausserhalb der Moschee, wo der Souq beginnt.
An die Anfangszeit des Christentums erinnert die kleine, unterirdische Ananias-Kapelle im Christenviertel von Altdamaskus. Auf kleinen Bildtafeln wird dort die Geschichte erzaehlt, wie der roemische Soldat Saulus zum Paulus wurde. Es wird geschildert, wie er in einem Korb vor den empoerten Juden ueber die Stadtmauer entfliehen musste. Heute erinnert die Paulus-Kapelle an die Flucht des Heiligen, erbaut am Ort des Geschehens